Evangelische Jugendhilfe Hermann Bödeker

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Lago di Garda für die Wohngruppe

Statt in ein geräumiges Ferienhaus im schönen kühlen Dänemark verschlug es die vier Jugendlichen einer der beiden WGs (Jugendwohngruppen) samt zwei SozialarbeiterInnen auf einen „angenehm heißen“ Campingplatz am Gardasee.

Mitten in der ganz großen Sommerhitze des Jahres 2003 wurde unser Opel logistisch nahezu perfekt mit „wichtigen“ (Discman, Kosmetiktaschen) und eher „unwichtigen“ (Schlafsäcke, Gaskocher) Dingen beladen, ein Jetbag samt Inhalt auf dem Dach verstaut und die Hälfte der Jugendlichen eingepackt.

Nach einer langen Nacht warteten im Allgäu schon die letzten Anwärterinnen für den Urlaub – zwei Mädchen, die von einer Kur abgeholt wurden und deren Gepäck auch noch mit wollte...

Doch die anstrengende Fahrt und die Geduld aller Beteiligten machte sich bezahlt, als wir endlich die Zelte aufgebaut und das erste Bad im See genommen hatten.

Neben regelmäßigen Wasserschlachten war auch das Strandcafé („una coca-cola media, prego!“) ein beliebter Anlaufort, denn die Hitze war tagsüber einfach zu groß, um viele Sightseeing-Touren durchzustehen.

Diese verlegten wir auf die Vormittagsstunden – so kamen wir in den Genuss der Nachbarstädte Garda (zum Shoppen) und Bardolino. Die Abende (und Nächte) waren mit kultureller Bildung angefüllt – das Strandcafé bot jeden Abend mehr oder weniger begabte Alleinunterhalter, die es uns ermöglichten, entweder Schlagerraten zu spielen oder einfach nur am Strand zu liegen, das Abendessen zu verdauen und netter „Beschallung“ zu lauschen.

Eine weiterer Punkt auf dem Besichtigungsprogramm war die Landzunge bzw. Halbinsel Sermione, auf der wir uns einige Sehenswürdigkeiten vorgenommen hatten – welche jedoch an diesem Montag alle geschlossen waren.

Statt dessen sahen wir uns die „natürlichen“ Attraktionen an – den wunderschönen Stadtkern und einen kleinen Olivenhain.

Auch ein literarischer Höhepunkt – den Jugendlichen jedoch eher aus dem Kino bekannt – stand auf dem Programm: Die Casa di Giulietta und „der“ Balkon aus „Romeo und Julia“ in Verona. Auf den Spuren der Montagues und Capulets sahen wir uns die Stadt an – und kehrten am Abend zwar um einiges lebendiger als die beiden Liebenden, doch ziemlich erschöpft wieder an „unser“ Strandstück zurück...

... wo wir lange saßen, um uns von den Strapazen der Kultur zu erholen und uns auf die Rückreise nach einer guten Woche vorzubereiten.
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