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Allgemein:
Eine Besonderheit der Zwerg-Sonnentau Gruppe ist die Art der Fortpflanzung.
Neben der normalen Samenbildung produzieren sie auch noch je nach Art in der
Zeit von etwa Mitte Oktober bis Mitte Januar Brutschuppen, durch die sie
sich vegetativ vermehren. Brutschuppen bilden sich statt neuer Blätter im
Zentrum der Pflanzen. Sie können zwischen etwa 0,5 und 2,5 mm groß sein und
sehen wie kleine grüne Kügelchen oder auch Plättchen aus.
Sobald die Brutschuppen reif sind (meistens färben sie sich vom Rand her
rötlich oder bräunlich), hält man den entsprechenden Topf schräg über ein
Blatt Papier und streift sie mit einer Pinzette, einem Zahnstocher o.ä.
vorsichtig ab. Die Schuppen der kleineren Arten werden einfach auf zuvor
vorbereiteten Töpfe ausgestreut. Die Schuppen der größeren Arten legt man
einzeln mittels einer Pinzette vorsichtig im Abstand von etwa 2-3 cm mit dem
Austriebspunkt nach oben auf das Substrat. Geeignet sind 7er, 9er und 11er
Topfgrößen. Als Substrat hat sich ein sehr feiner Torf mit einer Beimischung
von jeweils etwa 10-15% Perlite und Quarzsand bewährt.
Spezielle Tipps:
Brutschuppen sind nicht lagerfähig und dürfen auf keinen Fall austrocknen!
Sie müssen daher möglichst sofort nach der Ernte ausgelegt bzw. gestreut
werden. Da sich die "Aussaat" in den dunklen Wintermonaten abspielt, ist
eine künstliche Zusatzbeleuchtung sehr empfehlenswert. Stehen die kleinen
Pflänzchen zu dunkel, gehen sie oftmals ein. Stimmen die Kulturbedingungen,
erhält man je nach Art nach etwa 3-6 Monaten mittelgroße, blühfähige
Pflanzen. Es sei jedoch angemerkt, dass nie alle Brutschuppen
anwachsen und im Laufe des Jahres immer einige Pflänzchen eingehen, was aber bei
der produzierten Menge nicht besonders ins Gewicht fallen dürfte. |